Tutorial: Bildanpassung leicht gemacht

Sommer – das heißt viel Bewegung an der frischen Luft
Wenn Du bis spät nachts draußen sitzt ohne zu frieren und Dir den einen oder anderen Mückenstich einfängst, dann ist der Sommer endlich da.

Gerade jetzt bietet es sich an, eine Sommer Party zu planen. Und was darf da nicht fehlen? –  Eine Einladung natürlich! Und die wird besonders beeindruckend, wenn sie in modernem Gewand daherkommt: als Video. Mit fetzigem Soundtrack, Spezialeffekten und kreativen Einfällen.



Material, das Dir für so ein Video nützlich sein könnte, haben wir in unserer Sommer-Kollektion zusammengetragen:



Doch was, wenn Deine liebsten Aufnahmen ein ganz anderes Format haben als der Film? Das können z.B. Aufnahmen im Hochformat sein oder solche mit einer 4:3 Auflösung, die Du an ein 16:9 Format anpassen willst.

Wie Du solche Foto- und Videoaufnahmen an das gewünschte Format anpassen kannst und Anregungen dazu, welche Möglichkeiten der Bildbearbeitung MAGIX Video deluxe Dir noch bietet, erfährst Du in diesem Tutorial.

Das Format
Wenn Du einen Film schneidest, solltest Du Dir gleich zu Beginn überlegen, in welchem Format Du ihn haben möchtest. 4:3 ist ein gängiges Format für Fernsehproduktionen und Homevideos. 16:9 (Breitbild) wird vor allem für Kinofilme verwendet und kann Deinen eigenen Filmen eine gewisse Kinoatmosphäre verleihen. 4:3 und 16:9 sind die gängigsten Formate. Wenn Du Dich mit derlei Dingen nicht weiter auskennst, solltest Du Dich für eines dieser beiden entscheiden.

Die Formateinstellung bei MAGIX Video deluxe kannst Du durch einen Rechtsklick auf den Videobildschirm vornehmen. Wähle dann 'Auflösungsvoreinstellungen' und anschließend eines der angezeigten Formate.



Willst Du mit 16:9 Material arbeiten, kannst Du entweder die Einstellung wie beschrieben vornehmen, oder einfach eine Videoaufnahme in die Bildspur ziehen, um die Auflösung automatisch anzupassen. Ist diese noch auf 4:3 festgelegt, wirst Du in einem Popup gefragt, ob die Auflösung angepasst werden soll, d.h. die Auflösung der Videoaufnahme für die Bildschirmeinstellung übernommen werden soll. In diesem Fall klicke auf 'Anpassen'.



Achtung: Wenn Du Dich für ein Format entschieden hast und Bildmaterial mit einer anderen Auflösung einfügst, das Du noch an den Film anpassen willst, dann klicke 'Nicht anpassen', um das Format des Films beizubehalten.

Größe/Position
Wenn man für ein Video mit Fotos arbeitet, stößt man immer wieder mal auf das Problem, dass man hochformatige Bilder verwenden möchte. Allerdings erzeugen diese zwei dicke, schwarze Balken an den Seiten des Videos und sind dadurch schwer durch Blenden mit anderen Aufnahmen zu verbinden. Hier kannst Du Abhilfe schaffen, indem Du das hochformatige Foto an den Bildschirm anpasst.



Um das Foto an Deinen Film anzupassen, öffne das 'Effekte' Menü, gehe auf 'Bewegungseffekte' und dann 'Position/Größe'. Nun musst Du lediglich die orangefarbenen Kästchen anklicken und mit ihnen das Bild in die gewünschte Position ziehen. Du kannst es dadurch größer machen und dann den gewünschten Bildausschnitt für den Videoschirm zurecht schieben.   
Dabei musst Du jedoch berücksichtigen, dass dadurch Teile des Fotos verloren gehen, weil Du nur einen Ausschnitt daraus für den Film übernehmen kannst.
Selbstverständlich kannst Du auf diese Weise Bilder auch kleiner machen.

Die von Dir vorgenommenen Änderungen werden automatisch übernommen, wenn Du einen anderen Arbeitsschritt beginnst und das '3D-Verformung' Menü verlässt. Das gilt auch für die nachfolgend beschriebenen Techniken.

Ausschnitt und Zoom
Eine andere Möglichkeit Bildausschnitte zu verwenden oder Leben in Fotos zu bringen, ist ein Zoom.
Öffne im 'Effekte' Menü 'Bewegungseffekte' und dann 'Ausschnitt/Zoom'. Es erscheint ein Viereck mit gestrichelten Linien und orangefarbenen Kästchen im Vorschaubildschirm. Dieses kannst Du an die gewünschte Position bewegen, um einen Ausschnitt für ein Standbild auszuwählen.



Alternativ kannst Du aber auch eine Kamerafahrt nachahmen, indem Du zu diesem Ausschnitt hin oder von ihm weg zoomst. Klicke dazu auf 'Vom Ausschnitt' oder 'Zum Ausschnitt'. Die Einstellungen werden dann automatisch auf die Aufnahme übernommen.
Anschließend kannst Du die Geschwindigkeit des Zooms anpassen, indem Du die Aufnahme in der Bildspur zeitlich in die Länge ziehst oder zusammen stauchst.

Rotation und Spiegelung
Manchmal hat man eine an sich perfekte Foto- oder Videoaufnahme gemacht, doch eine Kleinigkeit stimmt nicht: der Horizont ist schief.
Das muss in Deinem Film jedoch nicht der Fall sein, denn durch Rotation kannst Du den Horizont ganz leicht begradigen.
Öffne hierzu 'Rotation/Spiegelung' im Unterpunkt 'Bewegungseffekte' des 'Effekte' Menüs. Dort siehst Du die Funktion 'Horizont begradigen'. Indem Du den grauen Kreis verschiebst, kannst Du das Bild in die gewünschte Position bringen.



Natürlich sind auch lustige Spielereien wie spiegelverkehrte oder auf dem Kopf stehende Bilder möglich. Probiere einfach ein wenig mit den Möglichkeiten der Rotation und Spiegelung herum. Klicke dazu entweder auf die jeweiligen Buttons oder bewege die orangefarbenen Kugeln auf den Kreisen in die gewünschte Position.

3D-Verformung
Eine weitere Möglichkeit Bilder zu verändern, ist die 3D-Verformung. Mit ihr kannst Du etwa einen Tiefeneffekt erzeugen oder aus einem Quadrat ein Trapez und vieles mehr formen.

Öffne hierzu das 'Effekte' Menü, gehe dann auf 'Bewegungseffekte' und '3D-Verformung'. Nun musst Du die zu bearbeitende Aufnahme in der Bildspur markieren und kannst anschließend mit der Bearbeitung beginnen.



Um ein Standbild zu verformen, klicke einfach auf die orangefarbenen Kästchen im Preview-Screen und bewege sie, indem Du die linke Maustaste gedrückt hältst. Du kannst jeden dieser Eckpunkte einzeln verschieben und so das komplette Bild umformen.

Besonders interessant wird die 3D-Verformung jedoch, wenn Du mit Keyframes arbeitest, denn dann kannst Du z.B. die Bewegung des Bildes im Raum vortäuschen.


Keyframes – bringen Bilder in Bewegung
Alle beschriebenen Bildanpassungen wurden für statische Ergebnisse (von der Zoom-Kamerafahrt einmal abgesehen). Du kannst die Bilder aber auch selber animieren. Dazu musst Du mit Keyframes arbeiten. Diese Markierungen kannst Du an verschiedenen Stellen über die Dauer der Aufnahme verteilen. Änderungen, die Du an diesen Stellen an der Aufnahme vornimmst, werden dann beim Abspielen durch Animation miteinander verbunden, so dass aus den einzelnen Bildern eine flüssige Bewegung entsteht. So, wie man es mit den einzelnen Bildern im Daumenkino macht oder wie es auch im Zeichentrickfilm funktioniert.



Um einen Keyframe zu setzen, markiere die gewünschte Stelle in der Bildspur und klicke dann auf die weiße Raute unterhalb des 'Effekte' Menüs. Nehme dann die Änderungen am Bildmaterial vor. Anschließend setze einen weiteren Keyframe an einer späteren Stelle in der Bildspur und gehe vor wie zuvor, indem Du die Form oder Position des Bildes leicht veränderst.
Um Änderungen an einzelnen Keyframes vorzunehmen, kannst Du in der grauen Timeline die grauen Rauten auswählen und dann im Preview-Screen Änderungen vornehmen.
Hast Du mehrere dieser Keyframes gesetzt, klicke auf das Symbol der beiden miteinander verbundenen weißen Rauten. Die Keyframes werden dann durch Zwischenanimationen miteinander verbunden und die Darstellung wird dadurch flüssiger.
Um Dir anzusehen, wie Deine Einstellungen wirken, spiele das Video von der entsprechenden Stelle aus ab.

Und nun viel Spaß bei der Bildbearbeitung!

Dein Catooh-Team

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